Über Karnivoren

Über Karnivoren

 

 

 Heliamphora_heterodoxa_x_ionasii           dio_muscipula_red          Nepenthes_truncata

 

Als Karnivoren bezeichnet man Pflanzen, die mittels Fangorgane Kleintiere, in erster Linie Insekten und Spinnen, fangen und verdauen, um so zu zusätzlichen Nährstoffen, hauptsächlich Stickstoff, zu kommen. Karnivoren sind Schwachzehrer und Pionierpflanzen auf kargen Böden. Derzeit sind rund 690 karnivore und präkarnivore Arten bekannt, aufgeteilt in 8 Familien und 14 Gattungen. Laufend werden neue Arten entdeckt und beschrieben. Karnivoren in Kultur vertragen auf Grund der Nährstoffe und gelösten Salze kein Leitungswasser. Regenwasser, destilliertes oder entmineralisiertes Wasser sind unerlässlich für die erfolgreiche Kultur.

Fallentypen
Klebefallen: erzeugen ein klebriges Sekret an Drüsen, mit dem die Beutetiere festgehalten werden. Diese Fangmethode findet man bei den Gattungen Drosera, Pinguicula, Byblis, Drosophyllum und Triphyophyllum.

 

dro_anglica ping_vulgaris

 

 


Klappfallen: bestehen aus zwei Blatthälften, die bei Berührung von Fühlern den Klappvorgang auslösen. Gattungen dieser Fallenart sind Dionaea und Aldrovanda.

     dio_muscipula1

 



Saugfallen: Fangblasen bauen einen Unterdruck auf. Bei Berührung baut sich dieser sekundenschnell ab und saugt Wasser und Beutetiere ein. Saugfallen findet man bei der Gattung Utricularia.

 



Fallgrubenfallen: ein zu einem Hohlraum umgebildetes Blatt bildet hier die Falle. Vertreter dieser Fallenart sind die Gattungen Nepenthes, Cephalotus, Sarracenia, Heliamphora und Darlingtonia

Heli_heterodoxa_x_nutans nep_maxima_hb



Reusenfallen: durch einen komplizierten Aufbau der Falle, können sich die Beutetiere nur in eine Richtung bewegen. Diesen Fallenmechanismus findet man bei Genlisea und Sarracenia psittacina.



Vorkommen
Karnivoren findet man in tropischen, subtropischen, temperierten und arktischen Gebieten.